Geschlecht Baby beeinflussen: Tipps und was wirklich dahintersteckt

Zwei Monate alte Baby Zwillinge Bruder und Schwester auf rosa und blauen Bojen illustrieren Geschlecht Baby beeinflussen Methoden

Beiträge wie „Die besten Tipps, um einen Jungen zu bekommen“ sind im Internet weit verbreitet. Geschlecht Baby beeinflussen — aber funktioniert das wirklich? Können wir tatsächlich das Geschlecht eines Babys beeinflussen?

Wenn Sie versuchen, schwanger zu werden und sich ein Mädchen oder einen Jungen wünschen, könnten Sie in Versuchung geraten, eine bestimmte Diät einzuhalten oder zu einem bestimmten Zeitpunkt Sex zu haben. Laut einigen Forschern können bestimmte Verhaltens- oder Ernährungsweisen die Chancen tatsächlich geringfügig beeinflussen — schlüssige Beweise fehlen jedoch. Das Geschlecht Baby beeinflussen zu wollen ist ohne Risiko, solange eine gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil beibehalten werden.

Kann Ernährung das Geschlecht Baby beeinflussen?

Es gibt eine Vielzahl von Theorien darüber, was man essen sollte, um auf das Geschlecht seines Babys Einfluss zu nehmen. Mehr Kalorien pro Tag, Getreideprodukte zum Frühstück sowie eine kaliumreiche Ernährungsweise sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen Jungen zu bekommen. Laut anderer Studien verbessern sich die Chancen auf einen Jungen durch salzige Lebensmittel und viel rotes Fleisch, während Nahrungsmittel mit hohem Kalzium- und Magnesiumgehalt die Wahrscheinlichkeit eines Mädchens erhöhen können.

Doch obwohl diese Überzeugungen weit verbreitet sind, gibt es nicht genügend Belege dafür, dass sich die Ernährung tatsächlich auf das Geschlecht auswirkt. Wer schwanger werden möchte, sollte sich vor allem ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, da so sämtliche Nährstoffe für ein gesundes Baby sichergestellt werden.

Kann der Zeitpunkt der Empfängnis das Geschlecht Baby beeinflussen?

Eine Theorie besagt, dass Sex in zeitlicher Nähe zum Eisprung die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, einen Jungen zu bekommen. Männliche Spermien (Y-Chromosom) neigen dazu, schneller zu schwimmen, aber kürzer zu leben als weibliche Spermien (X-Chromosom). Der Versuch, in zeitlicher Nähe zum Eisprung schwanger zu werden, könnte daher mehr männliche Spermien begünstigen.

Genau wie bei der Ernährung kann nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der Zeitpunkt der Empfängnis das Geschlecht tatsächlich beeinflusst — die wissenschaftlichen Meinungen gehen auseinander.

Kann Stress das Geschlecht Baby beeinflussen?

Laut einer Studie aus dem Jahr 2011 könnte viel Stress weniger Jungen bedeuten. Eine Erklärung: Männliche Spermien (Y) könnten unter hohem Stress kürzer leben als weibliche Spermien (X). Eine weitere Theorie besagt, dass Stress die Hormone einer Frau beeinflusst und den Körper empfänglicher für weibliche Spermien machen könnte.

Darüber hinaus zeigen zahlreiche Studien, dass Stress die Empfängnis erschweren kann. Yoga, Meditation und Sport helfen beim Stressabbau — und kommen sowohl der Fruchtbarkeit als auch dem Wohlbefinden zugute.

Gibt es eine genetische Veranlagung für Mädchen oder Jungen?

Häufig wird versucht, das Geschlecht des Babys auf Basis der in der Familie vorhandenen Anzahl von Jungen und Mädchen zu erahnen. Aber auch hier mangelt es an Beweisen — in keiner veröffentlichten Forschungsarbeit ist man je zu dem Schluss gekommen, dass es eine genetische Veranlagung für entweder Jungen oder Mädchen gibt.

Kann künstliche Befruchtung das Geschlecht beeinflussen?

Laut einer Studie der University of New South Wales könnte eine mittels assistierter Reproduktionstechnik herbeigeführte Empfängnis das Geschlecht eines Babys beeinflussen. Frauen, die ihre Schwangerschaft mittels intrazytoplasmatischer Spermieninjektion herbeiführen und den Embryo früh einsetzen lassen, hätten demzufolge nur eine 49 %ige Chance auf einen Jungen. Bei einer standardmäßigen künstlichen Befruchtung mit späterem Embryotransfer (vier Tage nach Befruchtung) liegt die Wahrscheinlichkeit für ein männliches Baby hingegen bei 56 %.

Wer seinen Kinderwunsch auf alternativem Weg verwirklichen möchte, findet auf Co-Eltern.de umfassende Informationen zur Co-Elternschaft und privaten Samenspende. Lesen Sie auch unseren Artikel über Junge oder Mädchen — wie erkenne ich das Geschlecht?

Lesen Sie mehr in unserem Artikel über größeren Erfolg mit IVF.

FAQ: Geschlecht Baby beeinflussen

Kann man das Geschlecht des Babys wirklich beeinflussen?

Nicht mit Sicherheit. Die Wahrscheinlichkeit, ein Mädchen oder einen Jungen zu bekommen, liegt in der Natur bei etwa 50 Prozent. Einige Forscher glauben, dass bestimmte Ernährungsweisen, der Zeitpunkt der Empfängnis oder der Stresslevel einen geringen Einfluss haben könnten — schlüssige wissenschaftliche Beweise fehlen jedoch. Solange eine gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil beibehalten werden, ist das Ausprobieren solcher Methoden ohne Risiko.

Welche Lebensmittel sollen die Wahrscheinlichkeit eines Jungen erhöhen?

Laut verschiedenen Theorien sollen salzige Lebensmittel, viel rotes Fleisch, Getreideprodukte zum Frühstück und eine kaliumreiche Ernährung die Chancen auf einen Jungen leicht erhöhen. Wissenschaftlich belegt ist dies jedoch nicht. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung bleibt in jedem Fall wichtiger als der Versuch, das Geschlecht durch bestimmte Nahrungsmittel zu beeinflussen.

Wann sollte man Sex haben, um die Wahrscheinlichkeit eines Jungen zu erhöhen?

Eine verbreitete Theorie besagt, dass Sex sehr nah am Eisprung die Chancen auf einen Jungen erhöhen könnte. Der Grund: Männliche Spermien (Y-Chromosom) schwimmen schneller, leben aber kürzer als weibliche Spermien (X-Chromosom). Ein Geschlechtsverkehr direkt zum Zeitpunkt des Eisprungs könnte daher mehr männliche Spermien begünstigen. Auch hier gilt: wissenschaftlich eindeutig bewiesen ist diese Theorie nicht.

Kann Stress das Geschlecht des Babys beeinflussen?

Laut einer Studie aus dem Jahr 2011 könnte anhaltender Stress die Wahrscheinlichkeit verringern, einen Jungen zu bekommen. Unter hohem Stress könnten männliche Spermien (Y) kürzer leben als weibliche (X), und Stress könnte den Hormonhaushalt der Frau so verändern, dass ihr Körper empfänglicher für weibliche Spermien wird. Darüber hinaus erschwert Stress generell die Empfängnis — Yoga, Meditation und Bewegung helfen beim Stressabbau.

Beeinflusst künstliche Befruchtung das Geschlecht des Babys?

Laut einer Studie der University of New South Wales kann die Methode der assistierten Reproduktion einen Einfluss haben. Bei intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) mit frühem Embryotransfer liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen bei nur 49 %. Bei einer standardmäßigen künstlichen Befruchtung mit spätem Embryotransfer (vier Tage nach Befruchtung) steigt sie auf 56 %. Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht.

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