Ursachen Fehlgeburt: Was sind die häufigsten Gründe?

Frau mit Schmerzen hält ihren Bauch mit Schmerzwellen illustriert mögliche Ursachen Fehlgeburt und Unterleibsbeschwerden

Viele Frauen erleben die schwierige Erfahrung einer Fehlgeburt — eine Komplikation, die in 15–20 % aller Schwangerschaften auftritt. Ursachen Fehlgeburt — obwohl in vielen Fällen niemand schuld ist, kann das Wissen um die Risikofaktoren helfen, das eigene Risiko zu reduzieren.

Die Ursachen Fehlgeburt sind vielfältig — von chromosomalen Anomalien über hormonelle Störungen bis hin zu vermeidbaren Lebensstilfaktoren. Sich dieser Ursachen bewusst zu sein ist besonders wichtig für Frauen mit Kinderwunsch oder einer Vorgeschichte von Schwangerschaftsverlusten.

Ursachen Fehlgeburt: Chromosomale Anomalien

Die meisten Fehlgeburten treten im ersten Trimester auf, üblicherweise in den ersten eineinhalb Monaten der Schwangerschaft. Ungefähr 60 % haben als Ursache einen Gendefekt des Fötus. Dies bedeutet, dass die zwei Chromosomensätze — der des Eis und der des Spermiums — bei der Empfängnis nicht zusammengepasst haben. Als natürliche Reaktion darauf stößt der Körper den Fötus ab.

Diabetes, Lupus, Herzerkrankungen, Schilddrüsenfehlfunktionen und Gebärmutterentzündungen können das Risiko von Fehlgeburten erhöhen. Diese Erkrankungen machen eine Schwangerschaft jedoch nicht unmöglich — eine medikamentöse Behandlung kann die Gefahr deutlich verringern.

Anomalien der Gebärmutter

Manche Frauen haben eine Gebärmutter, die eine von der Norm abweichende Form oder Struktur aufweist. In manchen Fällen ist der Embryo nicht in der Lage, sich einzunisten, oder er erhält dort nicht ausreichend Ernährung. Nicht jede Art von Anomalie wird die Fähigkeit zur Schwangerschaft beeinträchtigen — aber manche können es erschweren. Viele Frauen entdecken diese Anomalien erst, wenn sie versuchen schwanger zu werden. Lesen Sie mehr in unserem Artikel über Schwangerschaft bei rückwärts geneigter Gebärmutter.

Ungeeigneter Gebärmutterhals

Am Ende des ersten Trimesters benötigt der Fötus mehr Platz. Wenn der Gebärmutterhals ungeeignet oder schwach ist, kann er sich zu früh öffnen und den Fötus nicht halten — was ein vorzeitiges Ende der Schwangerschaft verursachen kann. Diese Ursache Fehlgeburt ist seltener, aber gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird.

Polyzystisches Ovar-Syndrom als Ursache Fehlgeburt

Das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) ist eine Störung, die ein Hormonungleichgewicht hervorruft. Bei vielen betroffenen Frauen wachsen kleine Zysten an den Eierstöcken, und ein erhöhter Testosteronwert kann die Menstruation stören und eine Empfängnis erschweren. PCOS kann auch die ausreichende Reifung der Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigen. Außerdem haben viele Frauen ein niedriges Niveau an Progesteron — ein Hormon, das in der Schwangerschaft besonders wichtig ist. Eine medikamentöse Behandlung kann das Risiko einer Fehlgeburt in diesen Fällen deutlich reduzieren.

Koffein, Alkohol, Zigaretten und Drogen

Zu den vermeidbaren Ursachen Fehlgeburt zählen vor allem Substanzen, die den Fötus direkt schädigen können:

  • Koffein: Die Einnahme von 200 mg Koffein und mehr pro Tag kann das Risiko einer Fehlgeburt verdoppeln. Koffein ist auch in Tees, Erfrischungsgetränken und Energy Drinks enthalten.
  • Alkohol: Der Konsum von Alkohol während der Schwangerschaft erhöht das Fehlgeburtsrisiko erheblich.
  • Rauchen: Frauen, die rauchen, haben ein doppelt so hohes Risiko einer Fehlgeburt wie Nichtraucherinnen, da Nikotin in die Plazenta wandert.
  • Drogen: Deren chemische Inhaltsstoffe können den Fötus vergiften. Am besten ist es, all diese Substanzen zu vermeiden, während Sie versuchen, schwanger zu werden.

Laut Bundesgesundheitsministerium gibt es in der Schwangerschaft keine sichere Menge an Alkohol.

Listeriose und bakterielle Infektionen

In bestimmten Lebensmitteln wie nichtpasteurisierter Milch, manchen Käsen und ungewaschenem Gemüse können Listeria monocytogenes enthalten sein — ein Bakterium, das Listeriose verursachen kann. Obwohl Listeriose bei der Mutter oft keine schweren Symptome zeigt, kann sie die Entwicklung des Babys schädigen und zu einer Fehlgeburt, Totgeburt oder Frühgeburt führen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sollten schwangere Frauen bestimmte Risikolebensmittel meiden. Andere bakterielle Infektionen wie Mycoplasma hominis und Ureaplasma urealyticum können die Ursachen Fehlgeburt ebenfalls begünstigen.

Um unnötige Risiken zu vermeiden, fragen Sie Ihren Arzt, welche Aktivitäten und Lebensmittel während der Schwangerschaft sicher sind. Wer nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden möchte, findet in unserem Artikel wie man nach einer Fehlgeburt schwanger wird wichtige Informationen. Auf Co-Eltern.de finden Sie zudem Unterstützung bei der Verwirklichung Ihres Kinderwunsches.

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