Samenspendern in Deutschland: Samenbanken, Webseiten und Preise
Heutzutage haben Frauen ihr erstes Kind tendenziell später als noch vor wenigen Jahrzehnten. Es gibt eine Vielzahl persönlicher Gründe, warum zahlreiche Frauen ab 40 schwanger werden wollen. Alles über Samenspendern in Deutschland — Kosten, Vergütungen und Auswahlkriterien der wichtigsten Samenbanken im Überblick.
Ab etwa 40 kann die Perimenopause das Herbeiführen einer Schwangerschaft erschweren. Umso wichtiger ist es, frühzeitig alle Optionen rund um Samenspendern in Deutschland zu kennen.
Samenbanken und Samenspendern in Deutschland
Samenbanken sind für heterosexuelle Paare mit Unfruchtbarkeitsproblemen oder schweren Erbkrankheiten zugänglich. Seit einigen Jahren können auch lesbische Paare von Samenspenden profitieren, um eine Familie zu gründen. Andererseits bleibt es für alleinstehende Frauen weiterhin kompliziert.
Wie hoch sind die Preise bei Samenbanken?
Wer mit Samenspendern in Deutschland arbeiten möchte, sollte die Kosten der verschiedenen Einrichtungen kennen. Samenbanken gibt es nicht überall in Deutschland, jedoch bieten diese die Möglichkeit an, Samenproben an die Klinik Ihrer Wahl zu schicken.
Berliner Samenbank
Friedrichstr. 152 — 10117 Berlin
berliner-samenbank.de
Kosten für 10 Behandlungen: 1.800 € exkl. MwSt.
Auslagerungskosten: 135 € (Berlin) / 250 € (restliches Deutschland) exkl. MwSt.
SEJ Samenbank Berlin GmbH
Reinickendorfer Str. 15 — 13347 Berlin
samenbank-berlin.de
Teilweise Übernahme: 1.725,50 €
Kosten für einen Spermahalm: 53,86 €
IRC Samenbank Hamburg
Altonaer Straße 61 — 20357 Hamburg
samenbank.hamburg
Übernahme: 1.500 € oder 1.400 € exkl. MwSt.
VivaNeo Sperm Bank
Völklinger Straße 4 — 40219 Düsseldorf
vivaneo-spermbank.com
Kosten für einen Spermahalm: 160 €, 220 € oder 400 €
Versandkosten: 80 € (Deutschland), 150 € (Niederlande), 450 € (außerhalb EU)
Cryostore Deutschland GmbH
Akazienallee 8-10 — 45127 Essen
cryostore.de
Vollständige Übernahme: 2.000 €
Kosten für eine Probe: 36,89 €
Auslagerungskosten: 64,26 €
Cryobank München
Wolfratshauserstr. 216 — 81476 München
cryobank-muenchen.de
Vollständige Übernahme: ca. 1.752 € exkl. MwSt.
Kosten für einen Spermahalm: 420 € exkl. MwSt.
Erlanger Samenbank
Nägelsbachstraße 12 — 91052 Erlangen
erlanger-samenbank.de
Kosten für eine Samenprobe: 500 €
Versandkosten: 110 € exkl. MwSt.
Wie hoch sind die Vergütungen für Samenspendern in Deutschland?
Samenspendern in Deutschland haben Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung für die entstandenen Kosten und den Zeitaufwand. Diese Vergütungen variieren von Samenbank zu Samenbank.
Berliner Samenbank
Spenderalter: 20–38 Jahre — Vergütung: 80 €
SEJ Samenbank Berlin GmbH
Spenderalter: 18–40 Jahre — Vergütung: 50 € (6 Spenden)
IRC Samenbank Hamburg
Spenderalter: 18–40 Jahre — Vergütung: bis zu 100 € (6-monatiger Spendenzyklus)
VivaNeo Sperm Bank
Spenderalter: 18–38 Jahre — Vergütung: 200 € (mind. 20 Spenden)
Cryostore Deutschland GmbH
Spenderalter: 20–35 Jahre — Vergütung: 50–75 € (2–3 Spenden/Monat)
Cryobank München
Spenderalter: 20–45 Jahre — Vergütung: 80 € (ca. 10 Spenden)
Erlanger Samenbank
Spenderalter: 20–50 Jahre — Vergütung: 130 € (6 Spenden)
Nach welchen Kriterien werden Samenspender ausgewählt?
Es wird nur ein Teil der Bewerber als Samenspendern in Deutschland von den Samenbanken ausgewählt. Es gibt Qualitätsanforderungen, die allen Samenbanken gemeinsam sind.
Einwandfreie Spermienqualität: Das Sperma des Spenders muss über eine überdurchschnittliche Spermienzahl verfügen, idealerweise zwischen 80 und 100 Millionen Spermien pro Milliliter, und besonders beweglich sein.
Ausgezeichnete physische und psychische Gesundheit: Der Spender darf nicht an schweren Allergien, ansteckenden, chronischen, erblichen oder angeborenen Krankheiten leiden.
Gute psychische Verfassung: Die Samenbanken wollen verlässliche Personen, die während des gesamten Spendenzyklus zur Verfügung stehen und sich der mit Samenspendern in Deutschland verbundenen Risiken bewusst sind.
Gesunder Lebensstil: Der Spender muss auf sich achten. Samenbanken raten den Spendern in der Regel davon ab, mehrere Sexualpartner zu haben.
Keine Registrierung in einer anderen Samenbank: Samenbanken verlangen in der Regel, dass der Spender ausschließlich bei ihrer Einrichtung registriert ist.
FAQ: Häufige Fragen zu Samenspendern in Deutschland
Wer darf Samenspendern in Deutschland empfangen?
Samenspendern in Deutschland stehen in erster Linie heterosexuellen Paaren mit medizinisch festgestellter Unfruchtbarkeit oder dem Risiko einer Erbkrankheit zur Verfügung. Seit der Reform des Fortpflanzungsmedizingesetzes können auch lesbische Paare in einigen Einrichtungen Samenspenden empfangen. Alleinstehende Frauen haben es hingegen weiterhin schwer, in Deutschland legal Zugang zu erhalten.
Wie viel kostet eine Behandlung mit Samenspendern in Deutschland?
Die Kosten für Samenspendern in Deutschland variieren je nach Samenbank und Behandlungsart. Eine vollständige Übernahme liegt in der Regel zwischen 1.400 € und 2.000 €, während die Kosten für einzelne Spermahalme zwischen 50 € und 500 € betragen können. Hinzu kommen eventuelle Versand- und Auslagerungskosten.
Werden die Kosten für Samenspendern in Deutschland von der Krankenkasse übernommen?
In Deutschland übernehmen gesetzliche Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der Behandlungskosten bei Unfruchtbarkeit. Eine vollständige Kostenübernahme ist jedoch selten. Es empfiehlt sich, im Vorfeld direkt bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen, welche Leistungen erstattet werden.
Können Spenderkinder die Identität von Samenspendern in Deutschland erfahren?
Ja. Seit 2018 haben in Deutschland alle durch eine Samenspende gezeugten Kinder ab dem 16. Lebensjahr das Recht, die Identität ihres biologischen Vaters zu erfahren. Die Daten der Samenspendern in Deutschland werden im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) zentral gespeichert und auf Antrag zugänglich gemacht.
Wie findet man seriöse Samenspendern in Deutschland?
Seriöse Samenspendern in Deutschland finden Sie über zugelassene Samenbanken oder Kinderwunschkliniken, die strenge medizinische und rechtliche Standards einhalten. Alternativ bieten Plattformen wie Co-Eltern.de die Möglichkeit, private Samenspender zu finden — wobei in diesem Fall alle gesundheitlichen Nachweise und rechtlichen Absprachen selbst geregelt werden müssen.

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