Männliche Fruchtbarkeit Alter: Warum das Alter auch für Männer wichtig ist

Mann in den Dreißigern denkt nachdenklich über männliche Fruchtbarkeit Alter mit Sanduhr im Hintergrund symbolisierend biologische Uhr

Während bekannt ist, dass die Fruchtbarkeit von Frauen im Laufe der Zeit abnimmt, ist der Volksmund bei Männern sehr unterschiedlich. Da wir oft ältere Väter mit kleinen Kindern sehen, denken wir, dass ihre Fähigkeit, Kinder zu bekommen, vom Alter unberührt bleibt. Männliche Fruchtbarkeit Alter — auch für Männer spielt das Alter eine entscheidende Rolle: Spermienqualität und Empfängniswahrscheinlichkeit nehmen mit den Jahren deutlich ab.

Das Thema männliche Fruchtbarkeit Alter wird in der Gesellschaft noch immer unterschätzt — dabei zeigen aktuelle Studien klar, dass die Qualität der Spermien mit jedem Lebensjahrzehnt messbar sinkt.

Wie stark beeinflusst das Alter eines Mannes die Empfängnis?

Die Spermienqualität nimmt mit dem Alter ab — genauso wie die Anzahl der Eizellen einer Frau. Das Alter eines männlichen Spenders oder Partners hat direkten Einfluss auf den Zeitpunkt und die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis:

  • Beide Partner unter 25 Jahre: durchschnittlich 4,5 Monate bis zur Schwangerschaft
  • Mann über 40, Frau unter 25: durchschnittlich etwa 2 Jahre
  • Mann über 45: fünfmal länger als bei jüngeren Männern

Diese Zahlen zeigen, dass männliche Fruchtbarkeit Alter ein oft unterschätzter Faktor in der Familienplanung ist.

Warum wird die männliche Fruchtbarkeit vom Alter beeinflusst?

Männer produzieren während ihres ganzen Lebens Spermien — deshalb sehen wir oft ältere Väter mit kleinen Kindern. Obwohl sie in ihren 30ern oder 50ern eine ähnliche Anzahl von Spermien haben können, verschlechtert sich mit zunehmendem Alter die Form (Morphologie), das Volumen und die Motilität der Spermien deutlich.

Außerdem sinkt der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter. Ältere Männer haben auch ein höheres Risiko, Erkrankungen zu entwickeln, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Männer können zwar länger Spermien produzieren — dies bedeutet jedoch nicht, dass diese von guter Qualität sind. Die Empfängnis kann schwieriger sein und länger dauern. Lesen Sie mehr in unserem Artikel über die abnehmende männliche Fruchtbarkeit.

Hat ein älterer Vater einen Einfluss auf die Gesundheit des Babys?

Wenn der Spender oder Vater älter als 45 Jahre ist, besteht ein höheres Risiko für Fehlgeburten — unabhängig vom Alter der Mutter. Darüber hinaus sind Babys von älteren Vätern einem größeren Risiko ausgesetzt, Schizophrenie, Autismus, Typ-1-Diabetes und Lernschwierigkeiten zu entwickeln.

Babys sind auch einem höheren Risiko ausgesetzt, Down-Syndrom zu entwickeln, wenn der Mann über 40 ist — dieses Risiko ist fünfmal höher als bei Partnern unter 30 Jahren. Das Thema männliche Fruchtbarkeit Alter ist also nicht nur eine Frage der Empfängniswahrscheinlichkeit, sondern auch der Kindergesundheit.

Hat das Alter der Männer Einfluss auf die IVF-Erfolgschancen?

Ja, das Alter des männlichen Spenders oder Partners beeinflusst die Erfolgschancen der IVF. Forscher fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Empfängnis durch IVF mit zunehmendem Alter des Mannes abnimmt. Frauen im Alter von 35 bis 40 Jahren haben eine um fast 30 % höhere Wahrscheinlichkeit, mit einem Partner unter 30 Jahren schwanger zu werden als mit einem Partner zwischen 30 und 35 Jahren. Lesen Sie mehr in unserem Artikel über IVF in Deutschland.

Kann ein älterer Mann sein Sperma spenden?

Da männliche Fruchtbarkeit Alter direkt beeinflusst, sollte das Sperma vor einer Spende getestet werden. Spermienzahl, Form und Geschwindigkeit sowie genetische Anomalien sollten überprüft werden — ebenso der Testosteronspiegel. Wenn der Fruchtbarkeitstest zeigt, dass Spermienzahl und -form normal sind und der Samen von guter Qualität ist, sollte es keinen Grund geben, dass ein älterer Mann sein Sperma nicht spendet.

Wie können Männer ihre biologische Uhr umkehren?

Glücklicherweise gibt es viele Dinge, die ein Mann tun kann, um seine Fruchtbarkeit zu sichern. Bestimmte Lebensstiländerungen können die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis erhöhen:

  • Rauchen aufhören
  • Gesund essen und Normalgewicht halten
  • Alkoholkonsum reduzieren
  • Erkrankungen oder Infektionen behandeln lassen
  • Regelmäßige Gesundheitschecks durchführen lassen

Laut Netdoktor kann ein gesunder Lebensstil die Spermienqualität nachweislich verbessern — unabhängig vom Alter. Zusätzlich bietet das Einfrieren von Sperma eine Möglichkeit, die Fruchtbarkeit für die Zukunft zu sichern — lesen Sie mehr in unserem Artikel über Sperma einfrieren.

Wer trotz verminderter männlicher Fruchtbarkeit seinen Kinderwunsch verwirklichen möchte, findet auf Co-Eltern.de Informationen zur Co-Elternschaft und privaten Samenspende. Lesen Sie auch unseren Artikel über die häufigsten Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit.

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