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Die besten Co-Parenting Plattformen und Samenspende-Portale 2026 im Vergleich

Co-Parenting Plattformen genutzt von Eltern mit Baby am Laptop

Die Suche nach einem Co-Elternteil oder einem privaten Samenspender ist etwas völlig anderes als Online-Dating. Es geht nicht um ein Date, sondern um einen Menschen, mit dem du ein Kind bekommst und die nächsten zwanzig Jahre teilst. Deshalb zählt bei Co-Parenting Plattformen anderes: wie viele Menschen du wirklich erreichst, wie genau du filtern kannst und ob du selbst Kontakt aufnehmen darfst oder auf ein gegenseitiges Match warten musst.

Dieser Vergleich sieht sich die wichtigsten Co-Parenting Plattformen und Samenspende-Portale im deutschsprachigen Raum an — anhand von Angaben, die jeder Besucher selbst nachprüfen kann.

Transparenzhinweis: Dieser Vergleich wird von Co-Eltern.de veröffentlicht. Wir halten uns an beobachtbare Fakten und sagen jeweils dazu, ob eine Zahl aus dem Marketing einer Plattform stammt oder ob sie in der Mitgliedersuche tatsächlich angezeigt wird.

Co-Eltern.de in Zahlen

Jede Zahl unten lässt sich in der Plattform selbst nachsehen — genau der Maßstab, den wir auch an alle anderen Co-Parenting Plattformen anlegen:

  • 165.651 Profile in der Mitgliedersuche, weltweit über alle Sprachversionen hinweg
  • 52.552 Samenspender-Profile, nachzählbar über den Spenderfilter
  • Über 2.800 neue Mitglieder in den letzten 30 Tagen
  • Ein öffentliches Forum mit 5.208 Diskussionen
  • Online seit 2008, also 18 Jahre durchgehender Betrieb

Wichtig zur Einordnung: Co-Eltern.de ist Teil einer internationalen Plattform mit eigenen Seiten für Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Die 165.651 Profile sind der weltweite Bestand, nicht die Zahl der Mitglieder in Deutschland. Gerade beim Thema Kinderwunsch ist das ein Vorteil: Kontakte aus Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden liegen für viele Suchende näher als das andere Ende Deutschlands.

So haben wir die Co-Parenting Plattformen verglichen

Die meisten Vergleiche übernehmen einfach die Mitgliederzahl, die jede Plattform selbst bewirbt. Bei Co-Parenting Plattformen sind solche Zahlen untereinander kaum vergleichbar: mal sind es alle Registrierungen seit Gründung, mal App-Downloads, mal tatsächlich suchbare Profile — und alles heißt „Mitglieder“.

Wir unterscheiden deshalb zwei Dinge:

  • Angegebene Zahlen — im Marketing genannt, für Besucher nicht überprüfbar.
  • Angezeigte Zahlen — ein Zähler, den du in der Mitgliedersuche selbst siehst.

Wo eine der Co-Parenting Plattformen keine Zahl anzeigt, schreiben wir das hin, statt zu schätzen. Wo wir aus der Seitenzahl hochgerechnet haben, steht es dabei.

Die Co-Parenting Plattformen im Überblick

Plattform Profilzahl Was die Zahl bedeutet Kontaktaufnahme Forum
Co-Eltern.de 165.651 — Live-Zähler Profile in der Mitgliedersuche, international Direkt, ohne gegenseitiges Match Ja
Samenspender-Info.de 26.339 angezeigt Aktive Nutzer eines Kleinanzeigenportals Über Anzeigen Nein
Spermaspender.de 12.875 angezeigt Anzeigen, nicht Profile Über Anzeigen Nein
RattleStork 100.000+ angegeben Registrierte Nutzer laut Plattform; kein Zähler in der Suche Direktnachricht Nein
Spendesperma.com ca. 7.200 hochgerechnet 452 Seiten à 16 Profile Direktnachricht Ja
Familyship 2.217 angezeigt Profile in der Suche; im Marketing über 16.000 Mitglieder Direktnachricht Nein
Samenspende.co ca. 520 hochgerechnet 58 Seiten à 9 Profile Direktnachricht Ja

Die Anbieter einzeln

1. Co-Eltern.de

Seit 2008 online, und anders als die meisten Co-Parenting Plattformen ein durchsuchbares Verzeichnis statt einer Swipe-App. Unter den hier verglichenen Co-Parenting Plattformen ist das die einzige Suche mit einem sichtbaren Gesamtzähler: aktuell 165.651 Profile, davon 52.552 Samenspender. Über 2.800 Menschen haben sich in den letzten 30 Tagen neu angemeldet.

Gefiltert wird nach Projekt (Co-Elternschaft, Samenspender, Frau auf Spendersuche), Geschlecht, Alter, Land, Ort, Entfernung und Herkunft; zusätzlich lässt sich nach zuletzt aktiven und neuen Mitgliedern sortieren. Der Kontakt läuft direkt, ein gegenseitiges Like ist nicht nötig. Zwei Funktionen haben bei den übrigen Anbietern keine Entsprechung: Premium-Kontakt stellt dein Profil und deine Nachricht auch einem Mitglied ohne laufendes Paket per E-Mail zu, ohne dass dessen Adresse je sichtbar wird; Profil-Boost hebt dein Profil einmalig in passenden Suchergebnissen nach oben, ohne Abo und ohne automatische Verlängerung.

Dazu kommt ein offenes Community-Forum mit 5.208 Diskussionen, in dem Menschen ihr Familienprojekt vorstellen, bevor überhaupt ein Profil ausgetauscht wird, sowie ein Ratgeberbereich zur Samenspende. Im Mitgliederbereich läuft keine Fremdwerbung.

Geeignet für: alle, die aktiv suchen und selbst entscheiden wollen, wen sie ansprechen.

Co-Parenting Plattformen genutzt von zwei Müttern mit Baby am Laptop

2. Familyship

Eine der ältesten deutschsprachigen Co-Parenting Plattformen, 2011 von zwei Berlinerinnen gegründet, ursprünglich für LGBTQIA+ Menschen, heute mit klarem Co-Parenting-Schwerpunkt und einem starken Beratungsangebot: Expert:innen-Sprechstunden, Mentoring, redaktioneller Wissensbereich. Die Suche zeigt 2.217 Profile an; im Marketing nennt Familyship über 16.000 Mitglieder. Der Community-Bereich ist vollständig hinter dem Login, ohne Registrierung ist also nichts einsehbar.

Geeignet für: alle, denen fachliche Begleitung wichtiger ist als die Größe der Auswahl.

3. RattleStork

Unter den Co-Parenting Plattformen der am stärksten app-orientierte deutsche Anbieter, mit iOS und Android, Schwerpunkt private Samenspende, zunehmend auch Co-Elternschaft. Beworben werden über 100.000 registrierte Nutzer; die Suche zeigt keinen Gesamtwert an, die Angabe lässt sich von außen also nicht überprüfen. Premium schaltet unter anderem Aktivitätsanzeige, Lesebestätigungen und unbegrenztes Schreiben frei.

Ein Hinweis zur Einordnung: Die Vergleichsartikel des Anbieters erscheinen in vielen Ländern nach derselben Vorlage. Prüfe dort genannte Plattformen und Rechtsangaben lieber selbst nach.

Geeignet für: alle, die mobil und app-orientiert suchen möchten.

4. Samenspender-Info.de

Anders als die übrigen Co-Parenting Plattformen kein Profilportal, sondern ein Kleinanzeigenverzeichnis nach Postleitzahlgebieten. Die eigene Statistik weist 26.339 aktive Nutzer aus, davon 23.996 Spender und 2.343 Gesuche — die Summen der PLZ-Rubriken bestätigen diese Zahlen. Es gibt keine Profilsuche nach Kriterien, keine interne Nachrichtenfunktion und keine Moderation im Sinne einer Community. Auf derselben Seite laufen zudem Rubriken, die mit Kinderwunsch nichts zu tun haben.

Geeignet für: alle, die regionale Anzeigen durchsehen möchten und Kontaktdaten selbst prüfen.

5. Spermaspender.de

Ebenfalls ein Anzeigenportal, seit 2010 online. Es zeigt 5.273 Gesuche und 7.602 Angebote, zusammen 12.875 Anzeigen. Auch hier gilt: Anzeigen sind keine Profile, eine Anzeige kann alt sein oder mehrfach von derselben Person stammen.

Geeignet für: die schnelle Übersicht, wer im eigenen Umkreis inseriert.

6. Spendesperma.com

Eine der forenbasierten Co-Parenting Plattformen für private Samenspende im deutschsprachigen Raum, inklusive Österreich und Schweiz, ergänzt um einen Shop für die Heiminsemination. Ein Gesamtwert wird nicht angezeigt; die Nutzerliste umfasst 452 Seiten mit je 16 Einträgen, also rund 7.200 Profile. Die Profilkarten zeigen Methode, Region und Onlinestatus.

Geeignet für: alle, die einen klassischen Forenaustausch bevorzugen.

7. Samenspende.co

Der jüngste Anbieter unter den Co-Parenting Plattformen, mit moderner Oberfläche, kostenloser Registrierung und internem Chat. Auch hier fehlt ein Gesamtwert: Die Profilsuche umfasst 58 Seiten à 9 Profile, also rund 520 Einträge. Das Forum zählt 41 Beiträge in vier Kategorien.

Geeignet für: alle, die eine aufgeräumte Oberfläche schätzen und mit einer kleinen Auswahl leben können.

Co-Parenting Plattformen genutzt von Eltern mit Baby am Tablet

Worauf es beim Vergleich von Co-Parenting Plattformen wirklich ankommt

  1. Wie viele Menschen du tatsächlich durchsuchen kannst. Auf vielen Co-Parenting Plattformen zählt die beworbene Zahl auch alle mit, die vor Jahren gegangen sind. Frag dich, was die Zahl misst.
  2. Ob du aktive Mitglieder erkennst. Filter für zuletzt aktive und neue Profile ersparen dir Wochen an Nachrichten ins Leere.
  3. Ob du auf ein gegenseitiges Match warten musst. Swipe-Systeme blockieren den Kontakt, bis beide Seiten unabhängig voneinander zugestimmt haben. Ein Verzeichnis nicht.
  4. Was passiert, wenn die passende Person gerade kein Paket gebucht hat. Bei den meisten Anbietern: nichts.
  5. Ob es eine Community gibt. In einem Forum lernst du Menschen über ein Gespräch kennen, nicht über eine Profilkachel.
  6. Ob im Mitgliederbereich Fremdwerbung läuft. Das sagt einiges darüber, womit die Plattform ihr Geld verdient.
  7. Ob es sich um Profile oder um Anzeigen handelt. Das ist der größte Unterschied im deutschen Markt und wird selten sauber getrennt.

Rechtliches: der Punkt, den keine Plattform für dich klärt

Egal welche der Co-Parenting Plattformen du nutzt — die Vermittlung ist nur der Anfang. Co-Parenting Plattformen sind Vermittlungsdienste und keine Kliniken: Untersuchungen, Vereinbarungen und die rechtliche Elternschaft liegen außerhalb der Plattform, und in Deutschland hängt sehr viel davon ab, welchen Weg du wählst.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt das Samenspenderregistergesetz. Das beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geführte Samenspenderregister speichert die Daten von Spendern und Empfängerinnen 110 Jahre lang, damit Spenderkinder ihre Abstammung erfahren können. Weitere Erläuterungen dazu veröffentlicht das Bundesgesundheitsministerium.

Entscheidend ist, was das Register nicht abdeckt: Es erfasst ausschließlich ärztlich unterstützte künstliche Befruchtungen in einer medizinischen Einrichtung. Für die private Samenspende gilt es nicht.

Daraus folgt der wichtigste Unterschied überhaupt. § 1600d Absatz 4 BGB schließt aus, dass ein Samenspender rechtlich als Vater festgestellt wird — aber nur, wenn der Samen über eine Entnahmeeinrichtung im Sinne des Samenspenderregistergesetzes bereitgestellt wurde. Bei einer privaten Spende greift dieser Schutz nicht. Der Spender kann als rechtlicher Vater festgestellt werden, mit Unterhaltspflicht; umgekehrt kann er unter Umständen Umgang verlangen. Eine private Vereinbarung zwischen den Beteiligten hebt das nicht auf. Mehr dazu in unserem Beitrag zur privaten Samenspende und zu den rechtlichen Risiken.

Drei Dinge gehören vor die Zeugung, unabhängig vom Weg: eine Untersuchung auf Infektionskrankheiten und gegebenenfalls genetische Abklärung, eine schriftliche Vereinbarung zu Sorge, Unterhalt und Entscheidungen, sowie unabhängige Rechtsberatung zur Frage, wer am Ende als rechtlicher Elternteil gilt.

Häufige Fragen

Welche der Co-Parenting Plattformen hat die größte Community?

Co-Eltern.de zeigt mit 165.651 Profilen den mit Abstand größten direkt einsehbaren Bestand, allerdings international über alle Sprachversionen. Bei den rein deutschsprachigen Anbietern liegt Familyship mit 2.217 angezeigten Profilen vorn, RattleStork nennt über 100.000 registrierte Nutzer ohne Zähler in der Suche.

Was bedeutet die Zahl 165.651 genau?

Es ist die Zahl der Profile, die aktuell in der Mitgliedersuche stehen — keine Summe aller Registrierungen seit 2008 und keine reine Deutschland-Zahl.

Wie viele Samenspender finde ich auf Co-Eltern.de?

Die Suche liefert 52.552 Samenspender-Profile, wenn du den entsprechenden Filter setzt. Wie alle Zahlen hier kannst du das selbst nachvollziehen. Hintergründe dazu findest du in unserem Ratgeber zu Samenspendern in Deutschland.

Sind Co-Parenting Plattformen kostenlos?

Fast alle Co-Parenting Plattformen arbeiten mit einem Freemium-Modell: Registrierung, Profil und Stöbern sind frei, Schreiben und erweiterte Funktionen kosten. Familyship verlangt für die Sichtbarkeit in der Suche ein Paket, Samenspende.co wirbt mit kostenloser Nutzung.

Was ist der Unterschied zwischen einem Profilportal und einem Anzeigenportal?

Das ist bei Co-Parenting Plattformen der zentrale Unterschied. Auf einem Profilportal legst du ein durchsuchbares Profil an und schreibst innerhalb der Plattform. Ein Anzeigenportal wie Samenspender-Info.de oder Spermaspender.de sammelt Inserate — ohne Kriteriensuche, ohne interne Nachrichten und ohne verlässliche Aussage darüber, wie alt ein Eintrag ist.

Gilt das Samenspenderregister auch für die private Samenspende?

Nein. Es erfasst nur ärztlich unterstützte Behandlungen. Wer privat spendet oder empfängt, ist davon nicht erfasst — und genau deshalb greift auch der Haftungsausschluss für Spender nach § 1600d Absatz 4 BGB dort nicht. Details dazu in unserem Beitrag über Spermaspender.

Jetzt mit der Suche beginnen

Welche der Co-Parenting Plattformen zu dir passt, hängt davon ab, ob du fachliche Begleitung oder eine große Auswahl suchst, ob du lieber selbst suchst oder wischst, und wie viel Kontrolle du über die Kontaktaufnahme haben willst. Wenn du ein großes durchsuchbares Verzeichnis, genaue Filter, direkte Nachrichten ohne Match-Zwang und eine Community zum Mitreden möchtest, deckt Co-Eltern.de alles vier ab — mit 165.651 Profilen, 52.552 Samenspendern und 18 Jahren Erfahrung.

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Vergleich auf Grundlage der im August 2026 auf den jeweiligen Plattformen sichtbaren Funktionen und Angaben. Anbieter können Funktionen und veröffentlichte Zahlen jederzeit ändern.

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