Das erste Jahr mit Baby: Eine spannende Zeit voller Veränderungen
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Die Geburt eines Kindes ist ein sehr aufregendes Ereignis für die Eltern und ihr Baby. Sobald das Baby auf der Welt ist, stellt es Ihr Leben komplett auf den Kopf, gerade das erste Jahr mit Baby ist eine spannende Zeit: Ihr Baby lernt jeden Tag dazu und wird beinahe täglich sichtbar selbstständiger.

Was sich alles verändert

Die Geburt eines Kindes bedeutet für die Eltern eine Reihe an großen Veränderungen in ihrem alltäglichen Leben. Nicht selten fühlen sich Eltern mit ihrem Neugeborenen in der ersten Zeit hilflos und überfordert. Besonders dann, wenn es mit dem Stillen nicht klappen will oder das Baby stundenlang schreit und sich nicht beruhigen lässt.

Gerade in den ersten Monaten mit Baby werden Sie kaum Gelegenheit haben, mal rauszugehen und sich außerhalb der eigenen vier Wände spontan mit Freunden auf einen Plausch zu treffen. Darunter können die sozialen Kontakte leiden.

Und auch sonst können Sie sich Ihre Zeit nicht mehr nach Ihren eigenen Wünschen einteilen, sondern müssen sich immer am Rhythmus und den Bedürfnissen des Babys orientieren.

Ihre Bedürfnisse spielen erst einmal nur eine untergeordnete Rolle, was vor allem für den Schlaf gilt. Sobald das Baby das Licht der Welt erblickt hat, werden Sie lange Zeit nicht allzu viel Nachtruhe bekommen.

Die ständige Müdigkeit durch den Schlafmangel und die anfängliche Überforderung mit der neuen Situation machen beide Elternteile reizbar und angespannt, was schnell zu einem Streit führen kann.

Daher sollten Sie sich auch das schon frühzeitig bewusstmachen, um mit solchen Situationen besser umgehen zu können. Generell gibt es im ersten Babyjahr immer wieder Herausforderungen, die Ihre Beziehung auf eine harte Probe stellen.

 

Das Baby entwickelt sich

Babys wachsen und entwickeln sich sehr schnell, vor allem im ersten Lebensjahr machen sie in kurzen Zeitabständen große Entwicklungssprünge. In den ersten drei Monaten sind sie zwar hauptsächlich damit beschäftigt, zu essen und zu schlafen, dennoch sind sie schon aufmerksamer, als man so meinen könnte.

Ab dem zweiten Monat beginnen Babys damit, immer gezielter nach Gegenständen zu greifen und ihre Welt mit den Sinnen zu erkunden, denn neben dem Tastsinn sind das Hören und Sehen sind nun schon deutlich besser entwickelt.

Ab dem dritten Monat werden Babys richtig bewegungsfreudig und strampeln oft kräftig mit den Beinen. Dadurch trainieren sie ihre Muskeln, um später krabbeln und laufen zu können. Auch Sitzübungen gehören nun zur Tagesordnung. Dazu winkeln Babys die Beine an, wenn sie auf dem Rücken liegen.

Ab dem vierten Monat sind Babys immer stärker darauf aus, ihre Umgebung kennenzulernen: Sie befühlen alles um sie herum sehr intensiv, untersuchen Gegenstände ganz genau und sind daran interessiert, Kontakt zu den Eltern und anderen Menschen aufzunehmen.

Ab dem siebten Monat sind die motorischen Fähigkeiten schon soweit ausgereift, dass die Babys erste Krabbelversuche unternehmen und sich nach und nach immer selbstständiger bewegen. Bei ihren Entdeckungstouren stoßen sie aber auch immer wieder an ihre Grenzen, wenn etwas nicht nach Wunsch klappt. So machen sie erste Erfahrungen mit Frust und Niederlagen und lernen damit umzugehen.

Ab dem zehnten Monat werden die bisher erlernten Fähigkeiten immer weiter verbessert und verfeinert. Babys beginnen jetzt damit, sich überall in den Stand hochzuziehen und nach einiger Zeit der Übung werden sie erste Gehversuche unternehmen.

Die sprachlichen Fähigkeiten wandeln sich ganz langsam von bewussten Lauten und immer häufigerem Brabbeln bis hin zu den ersten, wenn auch noch undeutlichen Worten.

Die richtige Ernährung

Um die Gesundheit Ihres Babys zu unterstützen und eine gesunde Entwicklung zu fördern, ist die richtige Ernährung entscheidend und das schon, bevor das Baby auf der Welt ist. Im Bauch der Mutter bekommt das Baby alles, was die Mutter zu sich nimmt. Aus diesem Grund ist es in der Schwangerschaft besonders wichtig, auf bestimmte Lebensmittel sowie Alkohol, Drogen und schädliche Medikamente zu verzichten.

In den ersten Monaten ihres Lebens wird das Babys über die Muttermilch optimal mit allem versorgt, was es braucht. Doch etwa ab einem Alter von sechs Monaten können Sie damit beginnen, Ihrem Baby Beikost zu füttern, um es nach und nach auf feste Nahrung umzustellen. Manche Babys wollen auch schon früher vom Tisch mitessen, manche erst später. Vor dem fünften Monat sollten Sie aber bei Milch bleiben, weil die Verdauung Ihres Babys dann noch nicht bereit für feste Nahrung ist.

Wann Ihr Baby soweit ist, können Sie an der körperlichen Entwicklung und weiteren Signalen erkennen. Unter anderem kann ein Baby das für Beikost bereit ist mit Unterstützung stabil sitzen und Kaubewegungen machen. Die Beikost legt die Grundlagen für ein gesundes Essensverhalten Ihres Babys. Umso wichtiger ist es daher, dass Sie ihm eine gesunde und ausgewogene Ernährung schmackhaft machen. So ist Ihr Baby mit den richtigen Nährstoffen bestens versorgt.

Die Gesundheit des Babys

Eltern liegt die Gesundheit ihres Babys sehr am Herzen und auf die müssen sie ganz besonders in der ersten Zeit Acht geben. Wenn ein Baby auf die Welt kommt, ist sein Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift. Sein Körper hat kaum Antikörper gebildet, weil er sich noch nicht gegen Krankheitserreger zur Wehr setzen musste. Im Bauch der Mutter war es gut gegen die Einflüsse von außen geschützt.

Wenige Wochen vor der Geburt bekommt das Babys einen Teil der Immunabwehrstoffe der Mutter übertragen, der sogenannte Nestschutz. Er schützt das Baby in den ersten Monaten vor einem Großteil Krankheiten, die die Mutter während der Schwangerschaft durchlebt oder gegen die sie geimpft ist. Parallel dazu baut sich nach der Geburt das Immunsystem des Babys langsam auf.

Vorsorgeuntersuchungen

Im ersten Lebensjahr sind für ein Baby sechs kostenlose Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U6) vorgesehen, die jeweils in bestimmten Zeiträumen vorgenommen werden sollten. Die erste Untersuchung findet direkt nach der Geburt statt, um den Gesundheitszustand des Neugeborenen zu erfassen.

Bei jeder weiteren Untersuchung wird geschaut, ob sich Ihr Kind normal entwickelt oder ob gesundheitliche Probleme vorliegen. Dadurch können Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Wenn das Baby krank wird

Babys leiden immer mal wieder an Bauschmerzen, leichtem Durchfall oder Verstopfungen – diese Beschwerden lassen sich gut behandeln und sind nicht weiter schlimm. Doch solange das Immunsystem noch nicht ausgereift ist, sind Babys anfällig für die Krankheiten, durch die sie nicht über den Nestschutz der Mutter geschützt sind.

Dazu gehören Fiebererkrankungen, Keuchhusten, Scharlach, Ohrenschmerzen und grippale Infekte. Hohes Fieber, Keuchhusten und andere Krankheiten können für Babys auch richtig gefährlich werden. Daher ist es wichtig, in einem solchen Fall den Kinderarzt aufzusuchen und das Baby grundsätzlich mit dem nötigen Impfschutz zu versorgen.

Gerade in der Zeit, wenn ein Baby anfängt Zähne zu bekommen, reagiert es darauf häufig mit Fieber, Durchfall oder einem anderen Infekt.

Die meisten Infektionen sind aber harmlos und haben durchaus etwas Gutes: Jeder Kontakt mit einer Krankheit sorgt dafür, dass sich der Körper Ihres Babys mit dem jeweiligen Krankheitserreger auseinandersetzen muss. Dadurch bildet der Körper immer mehr Abwehrkräfte gegen verschiedene Krankheiten und das Immunsystem ihres Babys wird stärker.

Wenn Ihr Baby krank ist, sollten Sie ihm besonders viel Ruhe und Zuwendung geben. Außerdem ist es wichtig, dass Ihr Baby viel Flüssigkeit zu sich nimmt, am besten in Form von ungesüßtem Tee oder Wasser. Kommt Ihnen das Verhalten Ihres Babys komisch vor, sollten sie die Körpertemperatur messen und im Zweifelsfall den Kinderarzt aufsuchen.

 

Bilder

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