15 Dinge, die Du über IVF wissen solltest
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IVF steht für In-vitro-Fertilisation und bezeichnet die Befruchtung der Eizelle mit einer Samenzelle im Reagenzglas. Die IVF wird im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung durchgeführt, wenn es auf natürlichem Weg nicht klappt oder eine Fruchtbarkeitsstörung vorliegt. Lese hier, was Du vor einer IVF-Behandlung unbedingt wissen solltest.

IVFDas erwartet Dich bei einer IVF-Behandlung

Mit falschen Erwartungen und Vorstellungen eine IVF-Behandlung zu beginnen, kann die emotionale Achterbahn noch verschlimmern. Eine gute Vorbereitung ist die beste Offensive. Realistische Vorstellungen verringern Ängste und beugen Enttäuschungen vor. Das letzte was Du während einer IVF-Behandlung brauchst, ist Stress. Diese 15 Dinge solltest Du wissen:

1. Pro Behandlungszyklus

liegt die Chance einer Schwangerschaft bei 15 – 20 Prozent. Wenn der erste Versuch nicht klappt, dann eben der Zweite.

2. Mit wachsendem Alter sinken die Erfolgschancen.

Bist Du älter als 35, solltest Du mit dem Beginn der Behandlung nicht lange zögern.

3. Die Kosten der IVF-Behandlung

werden nur teilweise und unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen. Doch diese Investition ist eine der wichtigsten in Deinem Leben.

4. Übergewicht und Rauchen können die Erfolgschancen senken.

Die beste Vorbereitung ist eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Das gilt auch für Männer. Die gesunde Lebensweise beeinflusst die Qualität der Spermien positiv!

5. Der Alltag muss auf die Termine und Kontrolluntersuchungen abgestimmt werden.

Lass Dein Leben trotzdem nicht von der IVF-Behandlung bestimmen und gestalte Deine Freizeit mit schönen Aktivitäten.

6. Die IVF-Behandlung beginnt mit einer Hormonbehandlung.

Damit sollen mehrere befruchtungsfähige Eizellen heranreifen.

7. Sind die Eizellen ausgereift,

wird durch Spritzung des Hormons HCG der Eisprung ausgelöst. Die reifen Eizellen werden kurz darauf entnommen.

8. Die Entnahme der Eizellen geschieht unter einem Beruhigungsmittel oder Narkose.

Leichte Schmerzen oder Blutungen nach der Entnahme sind normal.

9. Die Befruchtung der Eizelle wird im Labor vorgenommen.

Der Mann muss für die Befruchtung frisches Sperma im Labor abgeben.

10. Spermien und Eizellen

werden in einer Nährflüssigkeit in einem Brutschrank gegeben.

11. Die „künstliche Befruchtung“

ist eigentlich gar nicht künstlich. Die Spermien wandern wie im Eileiter zur Eizelle und befruchten diese. Künstlich ist nur der Befruchtungsort im Reagenzglas.

12. Eine von mehreren befruchteten Eizellen

wird für das Einsetzen in der Gebärmutter ausgewählt. Die anderen Eizellen werden vernichtet oder für weitere Befruchtungsversuche eingefroren.

13. Laut dem deutschen Embryonenschutzgesetz dürfen die überschüssigen,

befruchteten Eizellen nur im sogenannten „Vorkernstadium“ aufbewahrt werden. In diesem Stadium ist das mütterliche und väterliche Erbgut noch nicht miteinander verschmolzen.

14. Nach zwei, drei oder fünf Tagen wird die befruchtete Eizelle mittels Katheter in der Gebärmutter eingesetzt.

Dieser Eingriff kann unangenehm sein, ist in der Regel aber schmerzfrei.

15. Nach dem Einsetzen des Embryos heißt es abwarten.

14 Tage dauert es, bis der Schwangerschaftstest ein Ergebnis anzeigt. Nach weiteren 14 Tagen zeigt sich, ob der Embryo lebt und sich entwickelt.

Diese Schritte hören sich nervenaufreibend an, haben jedoch vielen Paaren zuvor zu ihrem Wunschkind verholfen. Vergesse nicht, dass das Leben während der Behandlung weitergeht. Entspannung und Ablenkung sind das beste Mittel gegen Sorgen und Bedenken, die vielleicht nie eintreten werden.